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Amerell: Kerner-Interview - Skandal um Bayern-Hasser Kempter

Logo: DFB

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Gestern Abend war der im Fokus der Medien stehende Ex-Schiedsrichter-Beobachter Manfred Amerell bei der Sat.1-Late-Night-Talkshow “Kerner” zu Gast - und sorgte mit seinen Enthüllungsgeschichten für einen faustdicken Skandal. So “outete” sich der im Fall Amerell als einer der Hauptkläger bekannte Bundesliga- und FIFA-Schiedsrichter Michael Kempter in einer der vielzählig veröffentlichten Mails als parteiisch. Vor dem Champions-League-Viertelfinal-Rückspiel am 11. April 2007 zwischen Bayern und dem AC Mailand (0:2) soll Kempter seinem Förderer folgende Worte geschrieben haben: “Freue mich aufs Bayernspiel. Hoffentlich fliegen sie raus. Dann stoßen wir an!”

Rumms - die Bombe war geplatzt. Amerell selbst bezeichnete die Ausdrucksweise von Kempter als “bedenklich”. Der 27-jährige Referee pfiff die Partie am besagten Abend zwar nicht selbst - sehr wohl aber leitete Kempter in der Bundesliga schon mehrere Spiele mit Beteiligung des Rekordmeisters, zuletzt das Süd-Derby in Stuttgart am 11. Spieltag der laufenden Saison - Endstand: 0:0.

Sollte sich das Schreiben als echt erweisen, dürfte die steile Karriere von Kempter einen jähen Bruch erfahren. Auch der Inhalt weiterer veröffentlichter Mails des Bundesliga-Schiris war prekär und zum Teil äußerst intimer Natur. “Du bist mein Lover.” - “Ich liebe dich, das vergisst du manchmal wohl”, so der O-Ton der Messages von Kempter an den 62-Jährigen Ex-DFB-Funktionär. Amerell, der sich bei “Kerner” als bisexuell outete, gestand drei “körperliche Begegnungen” mit dem einstigen Nachwuchs-Referee.

Amerell bei Kerner: “Der Schuldige sitzt in Frankfurt.”

Unmittelbar vor dem TV-Auftritt von Amerell bei “Kerner” hatten die Parteien - der DFB und der Beklagte selbst - vor dem Landgericht in München einen Vergleich erwirkt. Nach diesem erhalte Amerell nun Einsicht in die Aussagen aller vier Schiedsrichter, die den 62-Jährigen schwer belasten sollen. Im Gegenzug verzichtete Amerell auf eine einstweilige Verfügung - womit der Tatbestand der sexuellen Belästigung im Raum stehen bleibt.

Hauptverantwortlich für den medienweiten Skandal sei nach Amerells Ansicht DFB-Präsident Theo Zwanziger, der es in den Augen des Beklagten versäumt habe, die Situation frühzeitig zu schlichten. “Er war unfähig, die Dinge zu ordnen”, erläuterte Amerell weiter bei “Kerner”, “Er hat die nötige Sorgfalt vermissen lassen. Ich entschuldige mich, dass das alles an die Öffentlichkeit geraten ist - aber der Schuldige sitzt in Frankfurt.”

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3 Kommentare zu Amerell: Kerner-Interview - Skandal um Bayern-Hasser Kempter

  • litb

    Ich finde dass er partei ergreift in einer (privaten!) Email ist doch nichts worüber man sich aufregen soll. Er ist doch auch ein Mensch und mag Fußball!? Solange er im Spiel unparteiisch bleibt… Von den 5 Bayernspielen die er in der Bundesliga geleitet hatte, hat Bayern 4 gewonnen. Soviel zum Thema “Bayern-Hasser” …

  • amerell

    @ peter

    also die Aussage von Kempter wenn sie denn so wirklich gefallen ist scheint mir doch sehr eindeutig. Er spricht von “Bayernspiel” und bezieht sich im nächsten Satz auf eben jenen Terminus also “Bayern”. Ansonsten hätte er wohl gesagt: “Hoffentlich kommt Bayern weiter!” Er meint aber genau das Gegenteil und ist für mich damit als Schiedsrichter in der Bundesliga nicht mehr länger haltbar. Ich bin mir sicher das Hoeness & co verhindern werden, dass Kempter jemals wieder ein Bayernspiel pfeifen wird. ;)

  • peter

    “Freue mich aufs Bayernspiel. Hoffentlich fliegen sie raus. Dann stoßen wir an!” da kann ich jetzt noch keinen bayern -hass erkennen…kann ja genausogut der gegner der bayern gemeint sein…

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