Bayern: Klinsi mit Katastrophen-Rückrunde - Meisterschaft adé?

Logo: Bayern
Wieder nichts. Auch gegen den 1. FC Köln konnten die Bayern ihre Meister-Ambitionen nicht unterstreichen. Dabei hatte die Konkurrenz aus Berlin und Hoffenheim die idealen Ergebnisse vorgelegt, damit ‘Klinsi” wenigstens für eine Nacht den Luxus der Tabellenführung hätte genießen können. Das 1:2 zu Hause gegen Köln machte aber alarmierend klar deutlich, dass die Bayern in der bis dato wahrscheinlich stärksten Form-Krise unter Klinsmann stecken. Von den ersten vier Rückrunden-Partien verlor der Rekormeister gleich drei. Nur drei Punkte aus den letzten vier Spielen - wird man so etwa Meister?
Hätte das Schiri-Gespann das reguläre Tor von Klose kurz nach Anpfiff der Partie auch als solches angesehen, wäre das Spiel vielleicht anders verlaufen. Stattdessen setzten die Kölner zehn Minuten später einen ihrer brandgefährlichen Konter, den Ehret zur Gäste-Führung nutzte. Danach standen die Bayern unter Dauer-Schock. Der Bundesliga-Debütant Daniel Brosinski nutzte das eiskalt aus und erhöhte nach einer guten halben Stunde auf 2:0. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hätte Novakovic alles klar machen können, doch Lahm fälschte den Ball noch im letzten Moment zur Ecke ab. In Durchgang zwei kam Donovan für den völlig enttäuschenden Podolski. Nach der Partie sagte dieser gegenüber Reportern der ARD-Sportschau, dass er “nicht gut gespielt” habe, sich aber für Köln freue. Doch allein an Podolski lag es sicher nicht, dass die Bayern gegen Köln kaum einen Fuß auf den Boden bekamen. Auch nach Wiederanpfiff hatten die Gäste zuerst die besseren Szenen. In der 83. Minute verkürzte Daniel van Buyten dann auf 1:2. Erst danach machten die Bayern Dampf, die Schluss-Offensive kam aber merklich zu spät. Ein Drop-Kick vom Bayern-Kapitän van Bommel landete in den Armen von Mondragon und war die letzte Aktion der Partie.
Nach dem erlösenden Abpfiff freute sich Kölns Christoph Daum sichtlich über seinen ersten Trainer-Sieg gegen den FC Bayern. “Erstmals hier zu gewinnen, ist schon etwas, was mich bewegt”, so Daum, der aber nach wie vor glaube, dass die Bayern am Ende Tabellenführer sein werden. Den ersten Platz kann sich morgen hingegen erst einmal der HSV einverleiben. Voraussetzng dafür ist ein Sieg in Leverkusen. Hamburg wäre den Bayern dann auf vier Zähler davongeeilt. Und die Münchener könnten - sollte es so kommen - nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden.

















Letzte Kommentare