Chaostage bei Dynamo Dresden: Trainer weg und Pokal-Ausschluss

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Der abstiegsbedrohte Zweitligist Dynamo Dresden kommt nicht zur Ruhe. Der Entlassung von Trainer Ralf Loose nach der peinlichen 0:3-Heimpleite gegen den VfL Bochum folgte nun der nächste Schock. Das DFB-Sportgericht zieht die Konsequenzen aus dem wiederholten Fehlverhalten einiger sogenannter Dynamo-Fans und schloss den Verein vom DFB-Pokal-Wettbewerb der kommenden Saison 2013/2014 aus. „Es ist ein Wiederholungsfall. Der Fußball muss vor solchen Anschlägen geschützt werden. Es sind Anschläge auf den Fußball im Allgemeinen, die einer konsequenten Ahndung bedürfen“, lautete die Urteilsbegründung des Sportgerichts-Vorsitzenden Hans E. Lorenz.

Schon im vergangenen Jahr nach dem Pokalspiel gegen Borussia Dortmund (0:2) drohte den Dresdnern auf Grunde von Fankrawallen der Ausschluss für den diesjährigen Pokal-Wettbewerb. Das DFB-Bundesgericht ließ jedoch Gnade walten und verurteilte die Dresdner in zweiter Instanz zu einem Geisterspiel und einer 100.000-Euro-Geldstrafe. Die neuerlichen Geschehnisse rund um das Pokalspiel gegen Hannover 96 vom 31.Oktober diesen Jahres (1:3 i.E.) zwangen die Verantwortlichen des DFB-Bundesgerichtes nun zu drastischeren Maßnahmen. „Im letzten Jahr hat das DFB-Bundesgericht nach den Vorfällen in Dortmund ausdrücklich davor gewarnt, dass im Wiederholungsfall der Pokal-Ausschluss droht“, sagte Lorenz und begründet somit das für Dynamo auch in finanzieller Hinsicht schwerwiegende Urteil.

DFB will klares Zeichen setzen

Ob eine Berufung von Erfolg sein wird darf mehr denn je bezweifelt werden. Zu gewaltbereit und aggressiv präsentiert sich ein Teil der Dresdner Anhänger. Immer wieder kommt es zu Vorfällen mit Dresdner Beteiligung. Allein über 20 Urteile hat es in den letzten zehn Jahren gegen Dynamo gegeben. Alle Präventionsmaßnahmen von Seiten des Vereins scheinen zu verpuffen. Mit dem Urteil will das DFB-Sportgericht ein klares Zeichen gegen Gewalt in deutschen Stadien setzen.

Ob ein Spielausschluss dabei die richtige Entscheidung ist bleibt abzuwarten. So oder so ist der Schaden für Dynamo Dresden immens. Das Image des Vereins ist nicht erst seit den letzten Vorkommnissen stark ramponiert und nun drohen durch den Ausschluss auch Einnahmen im mittleren sechsstelligen Bereich wegzufallen. Dinge die die auch in sportlicher Hinsicht in Schieflage geratenen Dresdner in ihrer momentanen Situation überhaupt nicht gebrauchen können.

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