Dortmund vs. Bayern: 1:0 – Robben entscheidet die Meisterschaft

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War’s das schon? Mit einem schnörkellosen 1:0-Sieg gewann Borussia Dortmund das Topspiel gegen die Bayern am Mittwochabend. „Meisterschaftsendspiel“, „Finale um die Schale“ – was wurde wurde dieses Match in den Medien im Vorfeld nicht hochgebauscht. Knappe 80 Minuten herrschte großes Taktikgeschiebe auf beiden Seiten – erst nach dem Führungstreffer der Hausherren durch Lewandowski (77. Minute) ging es richtig rund. Im Blickpunkt dabei stand einer, der dieses „Meisterschaftsfinale“ mit seiner überragenden Form überhaupt erst möglich machte: Arjen Robben. Ein verschossener Elfer und die versiebte Großchance in der Nachspielzeit – Szenen, die dem Holländer noch lange, lange durch den Kopf schwirren werden.

Nach dem Abpfiff feirten die Dortmunder Fans zusammen mit ihrer Elf – beinahe so, als ob die Meisterschaft schon gewonnen wäre. Und das ist sie wohl auch: Ein Sechs-Zähler-Polster vier Spieltage vor Tore-Schluss, das scheint selbst für den kühnsten Optimisten nur noch schwer einholbar. Der erste Titel für die Münchner cheint futsch. Dabei hätte es Robben im Alleingang heute Abend noch einmal spannend machen können. Den Elfmeter in der 86. Spielminute holte er selbst raus, als er gekonnt gegen Weidenfeller einfädelte. Doch entgegen der vielleicht höchsten ungeschriebenen Regel trat der Niederländer selbst an – und verschoss kläglich!

Dortmund – Bayern: Robben in „Alt-Gomez-Manier“

Statt Resignation folgte noch einmal das große Aufbäumen der Gäste. Die Münchner drängten ungebremst auf den Ausgleich. In der Nachspielzeit war es abermals Robben, der nun schon aus circa vier Metern Torentfernung nach einem Subotic-Kopfball ans eigene Gebälk schon wieder verzog und die Kugel in „Alt-Gomez-Manier“ über die Latte  jagte. Nur wenige Sekunden später tätschelte ein Schuss von Lewandowski das Auminium auf der Gegenseite – jetzt, endlich war es das so erhoffte Topspiel.

Doch das Pulsschlag-Finale um die Schale hielt nur kurz an – kurz darauf pfiff der souveräne Knut Kircher die Partie ab. Aus! Ende! Vorbei – die Meisterträume in München waren nur von kurzer Dauer, und auch, wenn natürlich noch nicht alle Messen gesungen sind: Die ersten Glückwunschkarten in Richtung Dortmund dürften schon in Druck gegangen sein.

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