Europa League: HSV und “Wölfe” nach Nervenkrimis im Viertelfinale

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An einem spektakulären Europa-League-Abend verkauften sich die Bundesligisten auf allen drei Plätzen so teuer wie möglich. Nach den Achtelfinal-Rückspielen ist das einstige Trio zu einem Duo zusammengeschrumpft. Werder Bremen musste nach der Offensivschlacht gegen Valencia frühzeitig die Segel streichen. Wolfsburg musste gegen zähe Russen in die Verlängerung - und auch der HSV zitterte sich in Anderlecht unter die besten Acht.
Der Start begann für die “Wölfe” alles andere als optimal. Nach 21 Minuten brachte Kasaev die Gäste mit 1:0 in Front - lange sah es so aus, als würde der Deutsche Meister das Leid der Bremer teilen müssen. Die große Wende brachte der eingewechselte Martins.
Nach dem Seitenwechsel für Pekarik ins Spiel gekommen, köpfte der Nigerianer die Kugel nach rund einer Stunde knapp über Linie. Das Schiri-Gespann um den Schweden Jonas Eriksson entschied - wie die TV-Bilder belegen - zu Recht auf Tor.
Wölfe in die Verlängerung “gezwungen”
Daneben lag der Unparteiische hingegen in der regulären Nachspielzeit, als ein Treffer von Dzeko wegen angeblicher Abseitsstellung aberkannt wurde - eine Fehlentscheidung, wie sich in der TV-Wiederholung zeigen sollte.
Den Hausherren wurde somit die Verlängerung aufgezwungen. Erster Aufreger dort war die Gelb-Rote Karte gegen Navas in der 109. Minute. Nur eine Minute vor dem drohenden Elfmeterkrimi tankte sich Martins noch einmal auf der rechten Flügelseite durch, zog nach innen und legte mustergültig auf Gentner ab - der nahm genau Maß und erlöste die rund 15.000 Fans in der VW-Arena mit dem spielentscheidenden 2:1 für die “Wölfe”.
Der VfL zieht damit zum ersten Mal überhaupt in seiner Vereinsgeschichte in ein Europa-Cup-Viertelfinale ein. “Der Trainer hat uns zur Pause gesagt, dass wir nicht die Ruhe verlieren dürfen und konzentriert weiter spielen müssen, denn ein zweites Gegentor wäre tödlich gewesen”, wird Siegtorschütze Gentner auf UEFA.com zitiert, “Trotz ganz schwerer Beine bin ich irgendwie noch nach vorne gekommen und habe dann die Flanke optimal erwischt.”

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Der HSV im Wechselbad der Gefühle
Überraschend eng wurde es auch noch einmal für die Nordlichter bei ihrer Tournee quer durch Europa ins Traumfinale nach Hamburg. In Anderlecht wären “Van the Man” & Co. beinahe gestoppt worden. Die Hausherren im “Hexenkessel” Constant-Vanden-Stock strahlten permanent Gefahr vor dem Kasten von Keeper Rost aus.
Den glücklicheren Start erwischte aber der HSV in der 42. Minute - Boateng zirkelte die Kugel über den zu weit vor dem Kasten postierten Proto hinweg in die Maschen. In der Schlussphase der ersten Hälfte wurde es dann richtig turbulent: Zuerst köpfte Wundertalent Lukaku zum 1:1-Ausgleich ein. Nur wenige Sekunden zeigte Boateng sein zweites Gesicht, als er Suarez völlig unnötig im eigene Sechzehner umsenste. Der Gefoulte trat selbst zum Strafstoß an - und verwandelt sicher zur 2:1-Pausenführung.
Petric erlöst Labbadia
Zur Erinnerung: Nur noch ein Tor fehlte - dann wäre das Hinspielergebnis egalisiert gewesen. Dich nach dem “Pausentee” netzte zuerst Jansen in bester Stürmermanier zum 2:2-Ausgleich ein. Biglia und der famos aufspielende Boussoufa drehten das Spiel zu Gunsten von Anderlecht. Der “Hexenkessel” tobte, Erinnerungen an Eindhoven und die dramatische Schlussphase im Zwischenrunden-Rückspiel wurden wach.
Petric erlöste mit seinem Tor schließlich Trainer Bruno Labbadia - und wohl auch viele Zuschauer vor den Fernsehern - in der 75. Minute.

















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