Fall Hoffenheim: Freispruch für Spieler - DFB droht mit Punktabzug

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Hoffenheim kann aufatmen - zumindest vorerst: Wie der DFB-Kontrollausschuss heute mitteilen ließ, wird nicht weiter gegen die beiden vermeindlichen Doping-Sünder Ibertsberger und Janker ermittelt werden. So sei nach der Tagung am Freitag in Frankfurt am Main keinerlei “Tatbestand der Weigerung bzw. Versäumnis einer Dopingkontrolle nach Aufforderung” festgestellt worden. Die bisher in den Medien heftig diskutierten Einzel-Strafen von je bis zu zwei Jahren sind also erst einmal vom Tisch. Gleichzeitig teilte der DFB allerdings mit, dass nun gegen den Verein wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien ermittelt werde. Bei Festsstellen einer Schuld droht Hoffenheim eine empfindliche Geldbuße oder im schlimmste Fall sogar ein Punktabzug für die laufende Spielzeit.
Nach Regelwerk könne es bei “Annahme eines schwerwiegenden Falles” zu der von vielen befürchteten “Aberkennung von Punkten” führen. Mit einfließen in die Ermittlungen wird auch der Einspruch der Gladbacher gegen die Wertung des 1:1-Unentschiedens am ersten Rückrunden-Spieltag. Mit dem “Fall Hoffenheim” wird sich somit zukünftig das DFB-Sportgericht befassen. Der Bundesliga-Aufsteiger seinerseits hat erste Konsequenzen aus der Doping-Affäre gezogen und seinen teaminternen Doping-Kontrollarzt sowie dessen Assistenten bis auf weiteres suspendiert.
“Chaperon-System” im Fußball?
Doch auch der DFB zieht scheinbar seine Schlüsse aus den vergangenen Geschehnissen - so soll zukünftig ein Verbands-Offizieller die Spieler, die zu den Kontrollen berufen worden sind, von der Kabine bis zum Abgaberaum begleiten. Genauso wie bespielsweise im Radsport soll also auch beim Fußball das “Chaperon-System” greifen.
Unterdessen zeigte sich Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp erleichtert über den Freispruch für Ibertsberger und Janker. “Da fällt mir aber eben ein Stein vom Herzen, dass die Jungs da nicht etwas ausbaden müssen”, zitiert ihn der Kicker.
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