Frauen-WM 2011: 4:2 – Grings & Co. im Viertelfinale gegen Japan

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Endlich Tore, viele Tore in einem Match von Deutschland bei der Heim-WM! Am Dienstagabend schossen sich die DFB-Frauen – und allen voran Inka Grings – den Frust von der Seele. Mit 4:2 besiegte die Neid-Elf die bis dahin Gruppenführenden aus Frankreich. Am kommenden Samstag kommt es damit zum emotionsgeladenen Duell in Wolfsburg gegen die „Nadeshiko Japan“ – die „anmutigen Nelken“ aus Ostasien verloren ihr Gipfeltreffen um Platz 1 gegen England mit 0:2. Nach dem erreichten Zwischenziel „Gruppensieg“ löste sich dagegen die Anspannung in den Gesichtern der Hattrick-Jägerinnen in Weiß: Gerade noch rechtzeitig zur alles entscheidenden K.O.-Runde taute Grings – erstmals bei dieser WM in der Startelf – auf, steuerte zwei Tore direkt bei und sicherte sich den Titel „Spielerin des Abends“.

Die dicke Überraschung kam schon vor dem Anpfiff: Spielführerin Birgit Prinz musste auf der Bank Platz nehmen, Grings und auch Lira Bajramaj durften sich hingegen von Anfang an beweisen – und zahlten das Vertrauen von Bundestrainerin Neid mit einem spürbaren Leistungsanstieg zurück. Vor allem Inka Grings war ein ständiger Aktivposten im Sturmzentrum, zwei Treffer und ein Assist belegen ihren drastischen Formanstieg.

Und auch Fan-Favourite Bajramaj machte ihre Sache vor heimischer Kulisse wesentlich besser als zuletzt: In einer wichtigen Phase holte sie den Foulelfmeter für Deutschland heraus. Nach dem Schlusspfiff sorgte sie für die ganz großen Emotionen im rappelvollen Borussia-Park, als sie von einem hilfsbereiten Ordner über die Stadionmauer – direkt in die Arme ihrer auf den Tribünen sitzenden Familie – gehievt wurde.

Deutschland vs. Frankreich: Hoch und runter im Borussia-Park

Den Fans selbst wurde zuvor 90 Minuten lang ein spannender, über große Strecken äußerst sehenswerter Kick geboten. Garefrekes und Grings sorgten schon nach gut einer halben Stunde für ein Zwei-Tore-Polster. Doch die hoch motivierten Französinnen schlugen nach einem Eckball in der 56. Minute zurück – 1:2. Der große Wendepunkt in einem offenen Schlagabtausch kam in der 65. Spielminute, als Torhüterin Sapowicz nach einem tollen Grings-Pass Shooting-Star Lira Bajramaj von den Beinen holte und glatt Rot sah. Den fälligen Strafstoß verwandelte Grings dann selbst rigoros und kompromisslos – nur vier Minuten später begann jedoch erneut das große Zittern: Wieder verkürzte Frankreich nach einem Eckstoß auf 2:3. Doch die Französinnen hatten sich müde gelaufen, Okoyino da Mbabi – na klar, wer sonst (!) – besorgte in der 89. Minute den 4:2-Endstand.

Jetzt warten in Wolfsburg die quirligen, dribbelstarken Japanerinnen. In der VW-Stadt kommt es zum großen Sympathie-Messen, denn die „Nadeshiko Japan“ sind neben Deutschland die Publikumslieblinge dieser Frauen-WM. Fehler und auch Nachlässigkeiten bei der Chancenauswertung werden ab sofort bitterböse bestraft, doch der berauschende Kick am Dienstag in Mönchengladbach nährt nach der müden Leistung vom Nigeria-Spiel nun wieder die Hoffnungen auf ein „Sommermärchen“ – mit Happy-End!

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