Gladbach – Wolfsburg: „Fohlen“ mit Vereins-Rekord – Spitzenreiter!

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„Spitzenreiter, Spitzenreiter – Hey, hey, hey!“ hallte es am Freitagabend durch den Borussia-Park. Dem vorausgegangen war eine spektakuläre Gala von Reus & Co. gegen wie gelähmt aufspielende „Wölfe“. Mit 4:1 (!) fegte Borussia Mönchengladbach den VfL Wolfsburg vom Feld – mindestens eine Nacht lang steht die Favre-Elf damit auf Tabellenplatz 1. Lucien Favre schreibt damit ein echtes Fußballmärchen am Niederrhein, das nun auch in einem neuen vereinseigenen Rekord mündete: 13 Spiele lang kassierte Gladbach nun schon saisonübergreifend nie mehr als ein Gegentor, Bestmarke in der langen, ruhmreichen „Fohlen“-Historie! Seit mittlerweile zehn Pflichtspielen ist Gladbach zudem ungeschlagen – ein Lauf, den noch vor wenigen Monaten wohl niemand vorausgesagt hätte.

Wir erinnern uns zurück: In der Hinserie 2010/2011 war Gladbach die Schießbude der Liga, in etwas mehr als 20 Partien vor Favres Antritt kassierten die „Fohlen“ über 60 (!) Gegentore. Nun verzweifeln sogar die Bayern an der engmaschigen Abwehr, die der Schweizer Coach im Borussia-Park aufgezäunt hat. In 17 Ligaspielen erntete die Borussia im letzten Jahr noch ganze zehn Zähler, nur drei mehr als jetzt schon nach drei Spieltagen auf dem Konto zu verbuchen sind. Für diese Ausbeute gibt es eigentlich nur ein Prädikat: Meisterlich!

Gladbach – Wolfsburg: Reus krönt Gala-Leistung mit Traumtor

Um abzuheben und vom ganz großen Wurf zu träumen, ist es natürlich noch viel, viel zu früh. Doch es scheint fast, als könnte Gladbach unter Favre endlich wieder an alte, erfolgreiche und fast schon vergessene Zeiten anknüpfen. Vom Abstiegsgespenst zum Euro-Fighter – so könnte der Werdegang der „Fohlen“ zum Ende dieser Saison von Zeitungen betitelt werden. Mit dem Thema Abstieg hingegen muss sich Favres Trainerpendant Felix Magath womöglich dieses Jahr erneut beschäftigen, wenn die „Wölfe“ nicht schleunigst wieder den Turboschalter betätigen. Am Freitagabend im Borussia-Park präsentierte sich der VfL zahn- und kraftlos. Nach der 1:0-Führung durch Hasebe schalteten die Gäste viel zu früh auf Leerlauf um, Gladbach mit einem überragenden Marco Reus stürmte dagegen unaufhörlich an und spielte sich förmlich in einen Lauf.

Der Nationalspieler markierte den 1:1-Ausgleich, holte den Elfer zum wohl spielentscheidenden 2:1 durch Daems heraus und sorgte schließlich auch noch für den finalen Glanzpunkt – mit einem Traumvolleyschuss sorgte er kurz vor seiner Auswechslung für den 4:1-Endstand. Der zweitbeste Spieler auf dem Platz, Raul Bobadilla – eigentlich nur Ersatz für den verletzten de Camargo, hatte zwischenzeitlich die Führung auf 3:1 ausgebaut. „Heute haben wir den Jubel der Fans verdient“, sagte ein sichtlich zufriedener Lucien Favre später auf der Pressekonferenz, „Wir waren klar die bessere Mannschaft, es hätte höher als 4:1 ausgehen können.“

Magath sondiert den Transfermarkt

Und das stimmt – mit dem 4:1 waren die „Wölfe“ am Ende bestens bedient. Angesichts der Torflaute im Wolfsburger Sturm dürfte Magath in den nächsten Tagen noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden – im Visier und ganz oben auf dem Wunschzettel: Breisgau-Knipser Papiss Demba Cissé. Die letzte Neuverpflichtung, Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger, feierte am Freitag schon sein Comeback in der Bundesliga – ein neuer Linksverteidiger, der Kroate Hrvoje Cale, soll laut Kicker-Angaben schon auf dem Weg in die VW-Metropole sein.

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