Jones pro USA: Rassismus-Vorwurf in der Times - “Alles Quatsch!”
Das Bekenntnis von Jermaine Jones zur Nationalmannschaft der USA war eins der Top-Themen der vergangenen Woche. Bereits am 9. Juni hatte der Schalker Mittelfeld-Spieler dem DFB mitgeteilt, dass er zukünftig für die US-Auswahl auflaufen wolle. Daduch, dass Jones noch kein Pflichtspiel für die A-Nationalelf von Deutschland bestritten hat, könnte der gebürtige Frankfurter mit amerikanischer Staatsbürgerschaft nach aktuellen FIFA-Statuten tatsächlich noch “umswitchen”. “Ich fühle mich in Deutschland sehr wohl und hätte liebend gerne weiterhin für die Nationalmannschaft gespielt. Aber Bundestrainer Joachim Löw hat sehr deutlich gemacht, dass er nicht mit mir plant”, rechtfertigte der 27-Jährige seine Entscheidung. Ein Interview in der New York Times Anfang dieser Woche hatte jedoch ein völlig anderes Licht auf die Wechsel-Absichten des Defensiv-Ausputzers geworfen. Dort war den Zwischenzeilen zu entnehmen, dass es einen rassistischen Hintergrund für den plötzlichen Jones-Abschied von der DFB-Elf gegeben habe.
In der “Times” war der Schalker wie folgt zitiert worden: “In Deutschland sind Menschen wie ich unbeliebt. Man muss mich nur anschauen, ich bin nicht der perfekte Deutsche. Ich habe Tattoos, das mögen die Deutschen nicht. Die Menschen in den Staaten sehen eher aus wie ich. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht blond bin und keine blauen Augen habe. Bestimmte Dinge betreffend fühle ich mich in Deutschland nicht wohl.” Offensichtlich ein mittelschwerer “Fauxpas” des sonst so renommierten Tagesblatts - Jones’ Worte seien in der “Times” nach Angaben des Spielers schlichtweg falsch wiedergegeben worden.
Rassismus? “Völliger Quatsch!”
“Mit Rassismus hat das Ganze nichts zu tun. Ich glaube nicht, dass man blonde Haare und blaue Augen haben muss, um für Deutschland zu spielen”, dementierte der Betroffene umgehend auf der Schalke-Homepage. Als man nach Gründen für die Nichtberücksichtigung in der Nationalelf gesucht habe, sei der “Times”-Redakteur spontan auf das Thema Hautfarbe gekommen. “Da habe ich genau das Gegenteil von dem gesagt, was im Artikel zu lesen ist”, so Jones wörtlich. Die Rassismus-Vorwürfe, die durch das “Times”-Interview entstanden wären, bezeichnete Jones als “völligen Quatsch”.
Magath rügt Jones!
In der Dienstags-Ausgabe der “Welt” hat Schalkes Neu-Coach Magath den Zeitpunkt der losgetretenen Debatte jedoch kritisiert. “Ich hätte mir gewünscht, dass er so eine weitreichende Entscheidung nicht im Urlaub trifft”, zeigte sich der Sensations-Trainer der abgelaufenen Saison enttäuscht von seinem Mittelfeld-Star. Gleichauf sorge sich Magath um die sportliche Fitness von Jones. “Für den Spieler hat diese Wahl Nachteile. Er wird für seine Länderspiele um die halbe Welt reisen müssen”, so der ehemalige “Wölfe”-Dompteur wörtlich. Entsprechend benötige der neue US-Auswahlspieler mehr Regenerations-Zeit nach den Länderspielen als beispielsweise Bundesliga-Profis, die im DFB-Trikot auflaufen würden.














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