Schon beim 2:1 war die Bayern-Katastrophe vorprogrammiert

Fahnen auf Halbmast: Krise in München!

Bayern gegen Düsseldorf, das war die Überraschung des 12. Spieltags! Nach einem irrwitzigen Finish hieß es 3:3 in der Allianz-Arena, zum vierten Mal in Folge kein Heimsieg in der Liga für die einstigen Über-Bayern. Das Image des Rekordmeisters ist stark angeknackst, mal gelinde formuliert. Dabei gab es auch diesmal wieder dieselben Vorzeichen wie schon in etlichen Partien davor. Die Null steht schon lange nicht mehr hinten bei den Münchnern, Gegentore gehören schon zum Liga-Alltag. So schlecht hat man die Bayern schon lange nicht mehr gesehen.

Und wieder heimst der Gegner die Lorbeeren ein. Bei der Fortuna war es Lukebakio mit seinem Dreierpack (!) – doch vor allem war am Samstag die frische Offensivtaktik von Funkel der Schlüssel zum späten Erfolg. Nach dem 4:1 vor der Länderspielpause gegen auch gar nicht so schlechte Herthaner war es das zweite Ausrufezeichen in Serie für den Aufsteiger, und die Fortuna Fanartikel wie hier bei Don Pallone dürften jetzt zur Vorweihnachtszeit vermehrt in den Blickpunkt geraten.

So schlecht waren die Bayern zuletzt Mitte der 90’er…

Aber dass ein Aufsteiger so frech in München agiert, hat auch Gründe. Dabei sah es nach 20 Minuten noch ganz anders aus: Müller & Co. schienen die Fortunen förmlich zu überrennen. Süle und eben Müller stellten schnell auf 2:0 – dann jedoch kam der Bruch: Noch vor dem Halbzeitpfiff kassierten die Münchner das 2:1 – „Nicht schon wieder ein Gegentor“, raunte es durch das Münchner Rund. Und obwohl dann das 3:1 in Häfte zwo folgte, bekam die Kovac-Elf keine Sicherheit. Das liegt auch daran, dass Manuel Neuer im Moment einfach die entscheidenden Bälle nicht mehr hält. Allzu viele Schüsse bekommt er erfahrungsgemäß nicht auf seinen Kasten, die wenigen, die dann bei solchen Gegnern wie Düsseldorf dann doch mal auf sein Tor kommen, hat er in der Vergangenheit mühelos rausgefischt. Momentan geht aber fast jeder rein. Vor ihm ist Boateng zu einem Dauerunsicherheitsfaktor geworden. Abräumer Javi Martinez hinkt seiner Form aus der Vorsaison um Meilen hinterher. Die einst gefürchtete Flügelzange um Robben und Ribéry greift nicht mehr. Auch noch vor einem Jahr hoch umjubelte Shootingstars wie James wirken stark gehemmt. Alles in München deutet auf einen Kurswechsel hin, das Projekt Kovac scheint gescheitert. Möglicherweise erfolgt die Korrektur schon in dieser Woche.

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