Uruguay vs. Holland: 2:3 – Robben-Tor per Kopf, „Oranje“ im Finale

Foto: Redaktion

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Jubel in Orange: Die „Elftal“ steht nach über 30 Jahren wieder in einem WM-Finale! Nach dem 3:2-Sieg gegen Uruguay steht Holland als erster Finalist für das Soccer City Stadium in Johannesburg fest. Die „Urus“ verpassten die Sensation am Ende nur haarscharf und warten nun im „kleinen Finale“ am 10. Juli auf ihren Gegner, der zwischen unserer DFB-Elf und Spanien ermittelt wird. In unserem Nachbarland brach nach dem perfekt gemachten Einzug durch die Tore von Giovanni van Bronckhorst, Wesley Sneijder und Arjen Robben gestern Abend wiederum schon pure Euphorie aus. Dabei mussten die Fans auf den Fanmeilen im ganzen Land ab der 90. Minute urplötzlich noch einmal zittern. Wir haben das Robben-Tor mit Seltenheitswert – und zwar per Kopf (!) – sowie alle weiteren Highlights des WM-Halbfinals zwischen Uruguay und Holland noch einmal in kleinen Videos aufbereitet.

Van Bronckhorst und Forlan treffen aus der Distanz

Zwei Distanzschüsse sorgten vor der Pause für den 1:1-Halbzeitstand. Zuerst hatte van Bronckhorst aus satten 37 Metern Torentfernung „Uru“-Keeper Muslera kalt erwischt. Doch kurz vor dem „Pausentee“ war Diego Forlan – wer sonst (!) – mit seinem vierten WM-Treffer zur Stelle. „Oranje“-Keeper Stekelenburg machte beim Abwehrversuch des aus knapp 30 Metern abgegebenen Geschosses eine etwas unglückliche Figur – der zweifache Weltmeister war wie aus dem Nichts wieder drin in der Partie.

Der zweite Durchgang begann zunächst sehr zerfahren. Beide Teams agierten äußerst vorsichtig, keiner wollte irgendetwas riskieren und schon gar nicht sein Ticket für das Endspiel gefährden. Ab der Schlussviertelstunde machte sich aber die Hereinnahme von Ex-HSV-Profi van der Vaart an Stelle des defensiveren de Zeeuw allmählich bemerkbar. Die Niederländer übernahmen das Zepter – und kamen in der 70. Spielminute etwas glücklich zur 2:1-Führung durch Sneijder. Bei dessen Schlenzer von der Grenze des Sechzehners stand van Persie zwar im passiven Abseits – irritierte den gegnerischen Schlussmann aber maßgeblich. Schiedsrichter Irmatov wertete die Situation jedoch anders – 2:1 für die Niederlande. Danach marschierte die „Oranje“ weiter ungebremst in Richtung Endspiel.

Robben-Kofball ins Tor

Robben war nur drei Minuten später nach einer Hereingabe von Kuijt mit dem Kopf zur Stelle – 3:1 für Holland! Die Partie schien schon gelaufen. In den Schlussminuten nahm „Uru“-Coach Tabarez sogar seinen wichtigsten Spieler, den Torschützen zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich, vom Feld – ein Entschluss, den er im Nachhinein vielleicht noch bitter bereuen sollte.

Denn in der Nachspielzeit verkürzte Maxi Pereira wie aus heiterem Himmel auf 2:3 aus Sicht der Südamerikaner. Der Sturmlauf in den allerletzten Sekunden kam jedoch merklich zu spät – und vorne fehlte eben jemand mit einem knallharten Schuss wie Diego Forlan. Der Schlusspfiff brachte schließlich die Erlösung für Van-Marwijk-Elf – Robben & Co. warten schon in Johannesburg (hoffentlich!) auf unsere WM-Helden.

Deutschland vs. Holland – „Das wäre ein Traumfinale!“

Rafael van der Vaart gestand nach dem Schlusspfiff allerdings: „Ich habe noch nie solche Angst gehabt in meinem Leben wie in den letzten Minuten.“ Auf die Frage hin, welchen Gegner er sich für das große Finale um den Pott wünsche, sagte er: „Spanien natürlich! Sorry, Deutschland.“

Matchwinner Robben jedoch hofft auf ein Treffen mit seinen Bundesliga-Kollegen: „Ich drücke im zweiten Halbfinale Deutschland die Daumen, denn da spielen ja viele meiner Bayern-Teamkollegen. Das wäre ein Traumfinale – aber nur, wenn wir gewinnen, sonst kann ich ja nicht mehr nach München zurück.“

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