Weltfußballer 2018: Bricht Luka Modric die Serie von CR7?

weltfußballer 2018

Wer macht das Rennen zum Weltfußballer 2018?

The Best – so trivial, aber treffend bezeichnet die FIFA den Sieger ihrer Welfußballer-Wahl. Seit zwei Jahren läuft die Wahl zum Weltfußballer, so auch in 2018, wieder zweigleisig: Der Fußballweltverband und France Football (Ballon d’Or) vergeben ihre Trophäen getrennt. Doch auch danach hießen die Sieger bei beiden „Wettbewerben“ immer gleich: Cr7, der Außergewöhnliche, Cristiano Ronaldo. In diesem Jahr könnte es nach numehr ziemlich genau einem Jahrzehnt der Eintönigkeit – Messi und Ronaldo wechselten sich bei der Auszeichnung artig ab – zu einem großen Umbruch kommen. Der Argentinier ist gar nich mehr in der engeren Auswahl, zumindest auf der FIFA-Liste. Und nach der WM könnte Luka Modric sein großartiges Jahr noch einmal krönen. Es wird deses Mal eng für CR7 – und mit Spannung wird die Antwort auf die Frage erwartet: Wer wird Weltfußballer 2018?

Für CR7 ist die diesjährige Weltfußballerwahl eine besondere. Denn er könnte endlich und endgültig seinen ewigen Widersacher Lionel Messi auf Platz 2 verdrängen. Beide liegen mit je fünf Auszeichnungen an der Spitze. Es wird wohl die letzte Chance sein, auch für den Portugiesen. Ob Ronaldo im Juve-Dress noch einmal auf die ganz große Bühne drängt, darf bezweifelt werden. Bei der Kokurrenz, die sich da in seinem Nacken heranpirscht! Salah, Mbappé oder auch Neymar, um nur ein paar Namen zu nennen. Sein ärgster Widersacher um den Titel Weltfußballer 2018 heißt aber wohl Modric. Auch der Kroate gehört zum „alten Eisen“ (33 Jahre alt, genauso wie CR7). Wir haben die Top-Favoriten hier kurz im Porträt.

Weltfußballer 2018: Cristiano Ronaldo, der Serientäter

Seit 2013 – mit einer Unterbrechung im Jahr 2015 – hat Cr7 ein Dauer-Abo auf die Auszeichnung. Mit seiner Präsenz polarisiert er regelmäßig, auch wieder bei der abgelaufenen WM. Sein größter Trumpf auch in diesem Jahr wieder: die eingebaute Torgarantie. 26 Treffer (aus 27 Spielen!) in der Liga, dazu 15 (aus 13 Partien!) in der Königsklasse sind absolute Topwerte. Gerade in der Champions League hat er die Königlichen nahezu im Alleingang zum dritten Titel in Folge geschossen. Man denke nur mal an sein Tor gegen Juve! Keine Frage: CR7 ist immer noch der haushohe Favorit, die Anderen sind die Herausforderer.

Luka Modric, der Fighter

Eine (nicht immer aufgehende) Faustregel besagt ja, dass der Weltfußballer vom amtierenden Champions-League-Sieger kommen „muss“. Zumindest hier kann Modric mit CR7 locker mithalten, er kickt sogar noch im selben Trikot. Der Kroate stand bisher immer eher im Schatten der großen Namen. In diesem Sommer hat er allerdings ein dickes, dickes Ausrufezeichen gesetzt. Dass es Kroatien bis zum Vize-Weltmeistertitel geschafft hat, hat es vor allem seinem Denker und Lenker im Mittelfeld zu verdanken. Die WM kann hier den Ausschlag geben, eben weil Ronaldo mit Portugal so früh die Segel hat streichen müssen. Dazu kommt, dass er bereits die Auszeichnung zu Europas Fußballer des Jahres erhalten hat, welche in der Vergangenheit häufig den Trend vorgegeben hat. Etwa vergleichbar mit dem Golden Globe und dem Oscar.

Mo Salah, der Underdog

Er ist Nummer 3 auf der Short List bei der FIFA. Der Ägypter konnte vor allem im abgelaufenen Kalenderjahr auf Vereinsebene auftrumpfen. 32 Tore (36 Spiele) in der Liga, 10 Treffer aus 13 Champions-League-Partien. Eine echte Hausnummer. Doch der Stern des 26-Jährigen scheint gerade erst aufzugehen. Mit den Reds hat er dieses Jahr die Möglichkeit (und den Kader), Historisches zu schaffen – und sich damit auch in den Fokus für die Weltfußball-Wahl zu rücken. Für die Zukunft, für dieses Jahr wird es wahrscheinlich noch nicht reichen.

Die FIFA gibt den Weltfußballer 2018 am 24. September in London bekannt. Auf der Liste von France Football stehen noch weitere Akteure (u. a. auch die Weltmeister Mbappé und Griezmann). Gut möglich also, dass es in diesem Jahr zwei Weltfußballer geben wird. Fakt ist schon mal eins: An deutschen Spielern wird der Wettbewerb auch dieses Mal wieder gänzlich vorbeigehen, zu Recht, wenn man auf die WM zurückblickt. Der „Kicker“ hat jüngst Toni Kroos zu Deutschlands Fußballer des Jahres gekürt.

Comments are closed.