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Wettskandal: Manipulations-Verdacht bei 1860 gegen Ahlen

Logo: 1860 München

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Vor rund vier Monaten erschütterte europaweit ein neuer Wettskandal ganz Europa. Nun schlug laut Medienberichten der Dienstleister “Sportradar” beim DFB und der DFL Alarm. In der Nachbereitung der Zweitligabegegnung zwischen 1860 München und Rot-Weiß Ahlen sei es zu Auffälligleiten gekommen, die das seit dem Hoyzer-Skandal von 2005 im Dienste des Fußball-Bundes und Liga-Verbandes arbeitende Unternehmen am Samstag an seine Auftraggeber weitergeleitet habe.

Der Dienstleister agiert nach eigenen Erläuterungen international “mit einem ausgeklügelten System, an dem mehrere hundert Mitarbeiter beteiligt sind”.

So würden u. a. drastische Quotenveränderungen bei einschlägigen Wettanbietern in bestimmten Zeitintervallen untersucht und analysiert werden.

1860 vs. Ahlen: “Löwen”-Fans attackieren Schiedsrichter

Das Zweitliga-Spiel Anfang Februar zwischen den “Löwen” und den abstiegsbedrohten Gästen aus Ahlen endete am 21. Spieltag mit einer 0:1-Pleite für die Hausherren. Schon während des Spiel bewarfen die Fans der Gastgeber Schiedsrichter Markus Wingenbach mit Gegenständen - ein Feuerzeug traf den Unparteiischen am Kopf, woraufhin die Partie für kurze Zeit unterbrochen werden musste. Nach dem Schlusspfiff stürmten zwei Anhänger aus dem “Löwen”-Fanblock auf das Spielfeld, um auf Wingenbach loszugehen.

“Wie in jedem Spiel gab es jede Menge Fehler auf unserer Seite, auf Seiten der gegnerischen Mannschaft und nicht zuletzt auf Seiten des Schiedsrichters. Um aber eine Absicht unterstellen zu können, braucht man hieb- und stichfeste Beweise. Wer die nicht hat, setzt leichtfertig den guten Ruf von Fußballern aufs Spiel”, erinnerte sich 1860-Coach Ewald Lienen an die Partie zurück.

Der Bochumer Staatsanwaltschaft lag nach eigenen Angaben bis zum Montag noch keine Meldung des DFB vor. Diese  ermittelt seit Anfang 2009 gegen eine international agierende Bande, der fortgesetzte gewerbsmäßige Wettbetrügereien zur Last gelegt werden.

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