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Wichniarek: Hertha-Rückkehr - “Ich will alles besser machen!”

Logo: Hertha

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Mit der Rückhol-Aktion von Wichniarek hat Hertha wohl am meisten seine eigenen Fans überrascht. Von 2003 bis 2006 kickte der Pole schon einmal für die Berliner - damals fiel seine Tor-Ausbeute mit nur vier Treffern aus 44 Spielen äußerst bescheiden aus. Sein Abschied von den Berlinern vollzog sich zudem nur sehr zäh - so soll sich Wichniarek nach seiner Ausbootung u. a. einen Streit mit Hertha vor Gericht wegen nicht bezahlter Handgeld-Prämien geliefert haben. Nicht nur deshalb fiel die Trauer unter den Anhängern bei den Hauptstädtern über den Weggang ihres “Knipsers” nur sehr mäßig aus. Hinzu kamen eher unglückliche Aussagen des Polen über seinen einstigen Arbeitgeber, als er schließlich in Bielefeld anheuerte. Für seinen zweiten Anlauf bei den Berlinern versprach “König Artur” aber jetzt in der B.Z.: “Ich will alles besser machen!”

Bei der Arminia drehte der mittlerweile 32-Jährige in der vergangenen Saison noch einmal richtig auf - mit insgesamt 13 Toren war Wichniarek praktisch Alleinunterhalter in der Bielefelder Offensive. Allerdings besiegelte sein plötzlicher Leistungsabfall in der Rückrunde auch den Abstieg der Ostwestfalen. In Bestform kann der Pole Gold wert sein - ob er die Abgänge der Top-Stürmer Pantelic und Voronin aber kompensieren kann, bleibt abzuwarten. “Artur ist ein erfahrener Spieler, der weiß wo das Tor steht. Er hat eine sehr gute Karriere hingelegt und will jetzt beweisen, dass er es auch in Berlin schaffen kann”, rechtfertigte der neue Hertha-Sportdirektor und Ex-Torjäger Michael Preetz die Rückkehr von Wichniarek.

Foto: pixelio.de / Tüti

Foto: pixelio.de / Tüti

Schlägt der Pole genauso ein wie in Bielefeld, könnte sich Wichniarek, der nur 700.000 Euro Ablöse kostete, als echtes “Schnäppchen” erweisen. Medien-Gerüchten zufolge soll sich Wichniarek sogar von der Arminia “freigekauft” haben. So soll Bielefeld bis zuletzt eine Million Euro für seine “Lebensversicherung” gefordert haben, Hertha jedoch wollte nicht mehr als 700.000 Euro zahlen. Der Transfer drohte schon zu platzen, als der ehemalige polnische Nationalspieler selbst dazwischen gefunkt haben soll, indem er die fehlenden 300.000 Euro aus eigener Tasche zahlte. Wollte er damit auch die Gemüter seiner einstigen Fans in der Hauptstadt beschwichtigen?

“Ich hoffe, dass die Fans ihn gut aufnehmen. Sie dürfen ihn nicht mit Pantelic oder Voronin vergleichen”, appellierte auch Hertha-Kapitän Arne Friedrich in der B.Z. an die zuletzt erfolgsverwöhnten Anhänger im Olympiastadion. Die Frage aber bleibt, ob die Fans dem Polen seine Vefehlungen von einst nachtragen oder - genauso wie Wichniarek - von Null starten wollen. Mit der 18 wird Wichniarek im Übrigen diesebe Rückennummer wie schon vor drei Jahren bei Hertha tragen - vielleicht nicht unbedingt das beste Omen für einen Neubeginn.

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